Alexander Wienand’s Neighbourhood Quintet

07.03. – Beginn: 21:00 Uhr – Eintritt: 10 €

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Es gilt die 3 G Regel!

Alexander Wienand (p,comp), Jörg Miegel (sax), Jörg Schippa (g),
Horst Nonnenmacher (b), Roland Schneider (dr)

„Musik mit griffigen Themen und zupackenden Rhythmen, die eingängig, aber auch anspruchsvoll ist. Musik, die auch anstecken kann und sehr mitreißen kann….“
(BR Klassik)
Weiter ist da die Rede von „fesselnden Momentaufnahmen, in denen Stimmungen aufgebaut und erweitert werden.“ Das Ensemble spannt improvisierend den Bogen vom ruhigen Ohrwurm-Song zu hingebungsvollen Soli- Explosionen. Reizvoller Kammerjazz von heute, der auch mal kurz Kopf-nicken darf, bevor es in schräge odd- meter groovesgeht. Dabei bleibt auch Platz für die leisen Töne.Pianist Alexander Wienand wurde für seine Kompositionen mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. „Neighborhood“ bezieht sich zum Einen auf die geographische Nähe der Musiker zueinander (alle haben ihren Lebensmittelpunkt in Berlin), zum Anderen auf die musikalisch-ästhetische Nähe, die eine unmittelbare Kommunikation zulässt.

Foto: Andrej Grilc

„Music with catchy themes and gripping rhythms that is catchy but also challenging. Music that can also be infectious and very rousing….“
(BR Klassik)
It goes on to talk about „captivating snapshots in which moods are built up and expanded.“ The ensemble improvisationally spans the arc from quiet earworm songs to devotional solo explosions. Charming chamber jazz of today, which is also allowed to nod its head for a moment before it goes into weird odd- meter grooves. There is also room for the quiet tones.Pianist Alexander Wienand was awarded the Bavarian Art Promotion Prize for his compositions. „Neighborhood“ refers on the one hand to the geographical proximity of the musicians to each other (all have their center of life in Berlin), on the other hand to the musical-aesthetic proximity, which allows immediate communication.

Foto: Theresa Pewal

Alexander Wienand, Jahrgang 1982, ist ein komponierender Pianist, für den die Welten des Jazz und der sogenannten ernsten Musik von Anfang an untrennbar zum Inspirationsfeld gehörten.Er wurde als junger Schüler mit ersten Preisen bei Klavierwettbewerben wie dem Steinway-Wettbewerb Berlin ausgezeichnet, gründete zu der Zeit aber auch schon erste Jazzformationen und stieg in die Kulturszene seiner Heimatstadt Calw ein. Es folgte ein Doppelstudium Jazzklavier und klassisches Klavier in Würzburg bei Tine Schneider und Eva May. In der Zeit gründete der Pianist das Alexander Wienand Trio mit Tobias Schirmer und Felix Himmler, welches kurz darauf mit dem Bayrischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde. Mittlerweile ist Wienand mit eigenen Projekten international in beiden Sparten zu hören und war untrer Anderem Gast bei den Salzburger Mozartwochen, dem Beethovenfest Bonn, dem Musikfest Stuttgart, der Cologne Jazznight und Jazzahead Bremen. Gefördert wurden Projekte des Pianisten unter Anderem vom NRW Kultursekretariat, dem bayrischen Kultusministerium, dem Berliner Senat, der deutschen Stiftung Musikleben und dem deutschen Tonkünstlerverband. Wienand lebt mit seiner Familie in Berlin.

Jörg Schippa
ist Gitarrist, Komponist und letzlich Konzeptionalist. Sein hauptsächliches Interesse gilt der Entwicklung der eigenen musikalischen Sprache entweder im Alleingang oder als Teil eines Gruppenprozesses. Die zentralen Anregungen fand er am Beginn seiner Entwicklung im Jazz eines Miles Davis oder Jim Hall, die er wegen ihres lebenslangen Willens zur Weiterentwicklung ihrer Musik bis heute zu seinen Vorbildern zählt. Das Bedürfnis, die Musik immer weiter zu öffnen, führte schnell zu Jimi Hendrix, Ry Cooder, Prince, Tom Waits u.a. auf der einen Seite, zu Bartok, Stravinsky, Messiaen, Ligeti und neuerdings Schnittke auf der anderen Seite. Den ersten Gitarrenunterricht – Zielrichtung „klassische Gitarre“ – erhielt er mit dem 12. Lebensjahr. Nach dem Wechsel des Gitarrenlehrers wurde ihm Blues und Improvisation nahegebracht. Verschiedene Lehrer, u.a. Walter Norris und Jaime Zenamon, sowie diverse masterclasses mit John Abercrombie, Dave Liebman, Richie Beirach gaben hinreichende Anregungen für weitere Studien.
Erste Auftritte in Jazzkneipen spielte er mit 18. Er sammelte Erfahrung in Bigbands, Jazztrios, Jazzrockgruppen, machte Theatermusik. Er spielte u.a. mit Kenny Wheeler, Ernst Reisjeger, Marek Balata, Uwe Kropinski, Carlos Bica, Friedemann Graef, Hannes Zerbe und war auf verschiedenen Festivals wie Jazz Across the Border, Jazzfocus, Ost-West Festival Nürnberg, Gostenhofer Jazztage, Hessen-Jazzfestival, Eldenaer Jazzenevenings, Freiberger Jazztage etc. zu hören. Er arbeitete sich im Laufe der Jahre immer weiter in den Bereich des zeitgenössischen Jazz, der Avantgarde und E-Musik vor. Den heutigen Stand könnte man als aufgeklärte zeitgenössische Musik bezeichnen, in der rein klangmalerische Komponente ebenso zu finden sind wie Grooves, Melodien und interessante harmonische Strukturen.Seine Arbeit hat Anerkennung gefunden etwa im hochdotierten Neuköllner Kulturpreis 1988, oder im Gewinn des Studiopreises des Berliner Senats 1992 und 1993. Ein Stipendium des Berliner Senats ermöglichte im Jahr 2000 die Realisierung einer Komposition für Blechbläserquintett und Improvisationstrio, aufgeführt und vom SFB/RBB mitgeschnitten beim Jazzfocus. Kompositionsaufträge der Klangwerkstatt Berlin führten 2004 zum Projekt „Rattle the Cage“ (siehe „Diskografie“), 2007 zu einer Aufführung einer zeitgenössische Variante der Kaffeekantate von J.S.Bach (siehe Projekte), für die O-Töne Neukölln 2012 „Narciss und Echo“ für 4 E-Gitarren, Piano und Bariton, 2013 „Geflecht“ für drei Klarinetten. Seit 2008 ist sein hauptsächliches Betätigungsfeld seine Band „UnbedingT“ (siehe Diskographie), mit der er 2014 die zweite CD veröffentlicht hat. Seit 2011 ist er Mitglied im Hannes Zerbe Jazzorchester.

Horst Nonnenmacher, der den Jazz durch die Plattensammlung seines Vaters kennenlernte, spielte zunächst ab 1979 Hard Rock. Nach dem Abitur zog er nach Berlin, wo er zwischen 1984 und 1989 klassischen Kontrabass an der Hochschule der Künste studierte. Bekannt wurde er als Gründungsmitglied der Association Urbanétique. Später war er Mitglied von Hannes Zerbes Quartett Bukolik, des Composers Orchestra Berlin und des Modern Klezme rQuartett sowie der Gruppe BalkaNova. Nonnemacher ist auf dem Tonträger Background for Improvisers von Improviser’s Pool featuring Sam Rivers und Alexander von Schlippenbach, Jim Black und Andreas Willers ebenso zu hören wie auf CD-Aufnahmen mit Paul Bley, Yves Robert, Mircea Tiberian, Vladimir Karparov, Elliott Sharp oder David Tronzo. Ferner arbeitete er für das Theater, so als Komponist und Arrangeur der Musiken für den Carmen Miranda Revuepavillon, sowie für dieVarité-Show Mythology oder Mira Miranda von und mit Eutália de Carvalho. Zudem fungiert er als Stimmführer der Kontrabässe im JungenOrchester der FU Berlin und leitet die Band Ok.

JÖRG MIEGEL
Studio und Theaterprojekte in Berlin, u.a. Grips Theater (mit Linie 1 in Indien), im Chamäleon und Saxophonist des Wintergarten Varietes. Unterricht unter anderem bei Lee Konitz, Detlef Bensmann und Walter Norris, das Berliner Saxophonensemble unter der Leitung von Stve Lacy. In der Vergangenheit Mitwirkung u.a. bei Licence to thrill, mit Kenny Martin (Ex Defunkt), Sirones Unity Ensemble, beim Albert Mangelsdorf Workshop Ensemble und Gast bei den Fun Horns.CDs mit dem Paul Brody Octet, Tom Holms Elementensuite und als langjähriger Saxophonist des Savoy Dance Orchestra.2009 im Capitol Dance Orchestra Soloaltsaxophonist bei Die sieben Todsünden des Tanzensembles von Pina Bausch im Rahmen der Berliner Festspiele, 2011 Weihnachtstournee mit Olivia Molina, 2011/12 und derzeit Hausband des Palazzo Varietes.Derzeitige Projekte sind das eigene Quartet Soma (mit Thomas Hopf, Kai Lübke und Horst Nonnenmacher), mit Ralf Ruh die Hammond Band Something Special, das Anatolian Jazz Orchestra (CD: Zeytin Agaci, 2011 Delighted Musikfestival im Atze Theater) und die Etablierung der Reihe „Jazz erzählt“, bei dem jedes Konzert einem bestimmten Thema gewidmet wird (u.a. Jazz und Film, das Blue Note Label…). Daraus hervorgegangen ist das Projekt „Berlin jazzt, Jazz in und aus Berlin von 1945 bis 1970“, mit Musik, Lesung, Ausstellung u.v.m., live Interviews mit Zeitzeugen.

ROLAND SCHNEIDER
Schlagzeuger Roland Schneider lebte von 1991 bis 2008 in New York City, wo er an der New School University und am Mannes College Schlagzeug studierte und als Musiker arbeitete. Mit der Sängerin Rigmor Gustavson, dem Vibraphonisten Stefan Bauer und vielen anderen bekannten Musikern tourte er durch Europa und die USA. Als Bandleader und Sideman nahm er an etlichen CD Produktionen teil. Seit 1998 ist er Bandmitglied der israelischen Pianistin Anat Fort (ECM Records), mit der er er auf internationalen Bühnen auftritt. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland im April 2008 lebt und arbeitet er als Musiker in Berlin, wo er mit Saxofonist Ernie Watts, Sängerin Lyambiko, Esther Kaiser, der NDR Bigband und vielen anderen Musikern und Ensembles zusammenarbeitet.

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