Internationaler Jazzworkshop der Musikschule City West: Teilnehmerbands // Tim Sunds Butterfly Project

Fr 13.7. – ab 20:00 h – Eintritt: frei
Leider keine Reservierung möglich.
Wer zuerst kommt, sitzt am besten!

Internationaler Jazzworkshop der Musikschule City West:

20:00 h
Teilnehmerbands des internationalen Jazzworkshops der Musikschule City West

21:00 h
Tim Sunds Butterfly Project
Jörg Miegel (cl,ts), Christof Griese (sax,fl), Stefan Gocht (tp), Adrian Sherriff (btb), Kai Brückner (g), Tim Sund (keyb), Dirk Strakhof (b), Rainer Winch (dr), Leon Griese (perc.)

Mit unserer großen Dozentenband „Butterfly Effect“ interpretieren wir die Musik aus Herbie Hancocks Mwandishi Phase neu.
Die erste eigene Working-Band Hancock ´s, die er Ende der 60er Jahre im Anschluss seines Ausscheidens beim Miles Davis Quintet formierte, gilt als eine der innovativsten und zukunftsweisendsten Bands ihrer Zeit. Was zunächst mit der Musik seiner zwei letzten Blue Note Alben „Speak like a child“ und „The Prisoner“ begann, explodierte nach einigen personellen Umbesetzungen im Herbst 1970 dann regelrecht, als sich Eddie Henderson (tb), Bennie Maupin (ts, ss, fl, b-cl), Julian Priester (tb), Buster Williams (b), Billy Hart (dr) und Herbie Hancock schließlich gefunden hatten.
Die alten Strukturen lösten sich auf, neue entstanden, eine neue freie, experimentelle und kollektive Spielweise entstand, die Hancock dann auch dazu inspirierte nach neuen klanglichen Möglichkeiten zu suchen. Zu klanglich verfremdetem Fender Rhodes mit Effekten wie Delay, Flanger und Ring Modulator kamen nach kurzer Zeit noch die völlig neuartigen Klangwelten modularer Synthesizer hinzu. Zunächst nur auf den Studioalben, doch dann schließlich auch live unter der Mitwirkung des kalifornischen Synthesizer-Nerds Dr. Patrick Gleeson.
Die unglaubliche Entwicklung, die sich in den drei Studioalben „Mwandishi“, „Crossings“ und „Sextant“ vollzogen hat, ist als Keimzelle von Herbie Hancock´s kreativem Ansatz und seiner Experiemtierfreude zu verstehen, die ihn und sein Schaffen bis heute begleiten.
Der Name unserer Formation geht auf ein Dozentenkonzert vor zwei Jahren zurück, in dem wir schon einmal in etwas kleinerer Besetzung Herbie Hancocks Butterfly gespielt haben.
Diese Version war so inspiriert und besonders, dass ich auf die Idee kam, mit dieser Band etwas tiefer in Herbies Musik einzutauchen. Und die freie Art und Weise, in der wir mit Butterfly umgegangen waren, war ein direkter Hinweis auf die Mwandishi Phase, die mit ihren zum Teil ungeschliffenen und experimentellen Juwelen noch einige ungeborgene oder neu zu betrachtende Schätze bereithält.
Im Anschluss an den Jazzworkshop 2017und die beiden Konzerte haben wir Anfang August beim RBB eine CD mit dieser Musik aufgenommen.