Totenhagen

Di 10.12. – 21:00 – Eintritt: frei
Leider keine Reservierung möglich.
Wer zuerst kommt, sitzt am besten.

CD-Release Konzert „Yonic“
Laura Totenhagen (voc), Felix Hauptmann (p), Stefan Schönegg (b), Leif Berger (dr)
Lyrical contemporary jazz

„Was für eine Stimme, fein, diskret, intim, und wie elegant sind die Arrangements (…) Laura ist High End.“ Die Zeit
„Die Vokalkunst der Laura Totenhagen: Geschmeidig, ausladend, intim“ Deutschlandfunk
Yonic
Von kleinen Welten und großen Herzen
Der erste Blick auf das florale, in lichte Farbtöne getauchte Coverbild überrascht: Wer Laura Totenhagen kennt, der weiß, dass die in Köln lebende Sängerin und Komponistin weder das Wesen einer arabesken Blumengötze besitzt noch irgendeine Art von Filtern nötig hat. Gemeinsam mit ihrer Band, bestehend aus Leif Berger (Schlagzeug), Felix Hauptmann (Piano) und Stefan Schönegg (Kontrabass), steht sie für einen modernen Jazz mit lyrischer Komponente und elegant arrangierten Klanggebilden. Ihr erstes Album, „Foliage“, erschien 2017 und machte die Band deutschlandweit bekannt. „Was für eine Stimme, fein, diskret, intim“, schrieb Ulrich Stock (Die Zeit), „Laura ist High End“.
„Yonic“ heißt das zweite Studio-Album des Quartettes Totenhagen (erschienen bei KLAENG records), zu dem die Sängerin alle Kompositionen selber geschrieben hat. Es ist auch das Album, mit dem das Quartett seinen Weg nun kunstfertig, schnörkellos und das spielerisch beeindruckend vielschichtige Repertoire der Band ausschöpfend konsequent weitergeht.
Yonic ist das Adjektiv des tantrischen Begriffs Yoni, der in der Gedankenwelt der vier Musiker vorrangig als Klang/Quelle/Ursprung/Schöpfung eine Bedeutung erhält. Es geht in dem Album um die Stellung des Menschen in der Gesellschaft, um Illusionen und Alltäglichkeiten und, ja, um die Sichtbarmachung und Überwindung gegensätzlicher Prinzipien.
Insgesamt ist “Yonic” ein Album, das im Zusammenwirken mit unterschiedlichsten Stilistiken und Mitteln ungewöhnliche Assoziationen beim Zuhörer weckt. Mal schmeichelnd und erschütternd, mal an der Oberfläche verweilend und doch in die Grundfeste gehend, mal träumerisch und doch sehr wach klingt die Musik, mit der das Quartett das Fenster in eine kleine, mystische Welt zu öffnen versteht. Und an dessen Ende die Erkenntnis steht: Selten ist etwas wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint.
(Anke Steinbeck)

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